Der Tätigkeitsschüssel liefert Informationen zum Arbeitsmarkt und wird statistisch erfasst. Die Daten helfen beispielsweise bei einer notwendigen Vermittlung von Arbeitslosen. Zur Abbildung der vielfältigen Berufe in Deutschland wurde 2011 die Klassifikation der Berufe, kurz KldB 2010, eingeführt und löste die bis dahin bestehenden Berufsklassifizierungen der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes ab.

Diese Bezeichnungen sind national gültig. Auf internationaler Ebene wird die International Standard Classification of Occupations (ISCO) verwendet. Die KldB 2010 ist eine komplette Neuentwicklung und soll die aktuelle Berufslandschaft realitätsnah abbilden und ist zudem noch kompatibel mit der ISCO.  


Aufbau des Tätigkeitsschlüssels

Der Tätigkeitsschlüssel besteht aus 9 Ziffern. Sie hängen von der ausgeübten Tätigkeit, dem Schulabschluss, der beruflichen Ausbildung, dem Zeitarbeitsverhältnis und der Vertragsform ab.

1. - 5. Stelle: Ausgeübte Tätigkeit

Zur Ermittlung des passenden Schlüssels muss man zunächst im entsprechenden Verzeichnis der KldB 2010 die Nummer der Tätigkeit heraussuchen und anschließend die Zahlen für die übrigen Stellen ermitteln.

6. Stelle: Schulbildung


SchlüsselzahlSchulabschluss
1Ohne Schulabschluss
2Haupt-/ Volksschulabschluss
3Mittlere Reife oder gleichwertiger. Abschluss
4Abitur / Fachabitur
9Abschluss unbekannt

7. Stelle: Berufliche Ausbildung


SchlüsselzahlBerufsabschluss
1Ohne Berufsabschluss
2Abschluss einer anerkannten Berufsausbildung
3Meister-/ Techniker- oder gleichwertiger Fachabschluss
4Bachelor
5Diplom/ Magister/ Staatsexamen
6Promotion
9Abschluss unbekannt

8. Stelle: Zeitarbeitsverhältnis


SchlüsselzahlZeitarbeitsverhältnis
1nein
2ja

9. Stelle: Vertragsform


SchlüsselzahlVertragsform
1unbefristet, Vollzeit
2unbefristet, Teilzeit
3befristet, Vollzeit
4befristet, Vollzeit


Den Tätigkeitsschlüssel kann jeder auch online auf dem Portal der Agentur für Arbeit überprüfen. Die Berufsliste wird im Onlineportal regelmäßig aktualisiert, was bei gedruckten Dokumenten oder gespeicherten Listen nicht unbedingt der Fall sein muss. Nur wenige Klicks sind nötig, um den eigenen Tätigkeitsschlüssel zu ermitteln.