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Beschäftigung von Schülern und Studenten

Schüler

Für Schüler unter 18 Jahren gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG). Nach diesem Gesetz wird zwischen Kindern und Jugendlichen unterschieden. Als Kind werden diejenigen eingestuft, die das 15. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Jugendliche sind mindestens 15 Jahre alt und haben das 18. Lebensjahr nicht erreicht. Dabei gelten Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, als Kinder.

Generell ist die Beschäftigung von Kindern verboten. Eine Ausnahmeregelung gibt es für Kinder über 13 Jahren. Diese dürfen mit einer Genehmigung der Eltern eine leichte Tätigkeit ausüben wie Zeitung austragen, Prospekte verteilen u.ä. Dabei darf die Arbeitszeit am Tag 2 Stunden nicht überschreiten und nur an 5 Tagen in der Woche getätigt werden.

Jugendliche dürfen während der Ferien maximal 4 Wochen im Kalenderjahr arbeiten.

Lohnsteuer und Sozialversicherungen bei Schülern

Schüler, die einen Ferienjob ausüben, sind Arbeitnehmer und damit auch der Lohnsteuer, Sozialversicherungen und allen anderen Pflichten und Vorschriften untergeordnet. Der Arbeitnehmer benötigt hier also auch alle relevanten Daten wie Steuerklasse, Religionszugehörigkeit usw. Eine Ausnahme von der Besteuerung ist möglich, wenn es sich bei der Beschäftigung um eine Aushilfs- oder Teilzeitarbeit handelt. Hier kann dann eine Pauschalisierung angewendet werden. Meistens wird aber die normale Besteuerung nach Lohnsteuerklasse 1 angewendet, da Schüler in der Regel die Jahresarbeitslohngrenze nicht erreichen und somit keine Lohnsteuer entrichten müssen bzw. am Jahresende die kompletten Steuern zurückerhalten.

Prinzipiell sind Schüler sozialversicherungspflichtig. Dabei werden sie als geringfügig Beschäftigt eingestuft. Seit dem 01.01.2013 sind Schüler rentenversicherungspflichtig können aber darauf schriftlich verzichten.

Bei einer geringfügigen versicherungsfreien Dauerbeschäftigung sind vom Arbeitgeber Pauschalbeträge für Rentenversicherung und ggf. auch für Krankenversicherung zu entrichten. Bei einer kurzfristigen Beschäftigung ist dies nicht der Fall. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn sie auf 2 Monate bzw. 50 Arbeitstage im Jahr beschränkt ist.

Schüler sind im Fall der Arbeitslosenversicherung generell nicht versicherungspflichtig.

Studenten

Die Regelungen für geringfügig Beschäftigte greifen auch bei den Studenten. Sie gelten bei einer Beschäftigung neben dem Studium als Abreitnehmer und müssen dem Arbeitgeber alle relevanten Daten übermitteln. Bei einer Aushilfs- oder Teilzeitbeschäftigung kann zur Besteuerung eine Pauschalierung angewendet werden, worauf aber auch hier oft verzichtet wird, weil die Jahresarbeitslohngrenze oft nicht erreicht wird und so wie bei den Schülern entweder keine Steuer anfällt oder am Jahresende zurückgezahlt wird.

Sozialversicherungspflicht für Studenten

Unter bestimmten Voraussetzungen werden Studenten von der Sozialversicherungspflicht befreit. Dabei bestehen für Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung andere Regelungen als bei der Rentenversicherung.

Ein grundsätzliche Voraussetzung ist zum Personenkreis der Studenten zu gehören, was durch die Immatrikulation an einer Hochschule oder anderen der fachlichen Ausbildung dienenden Einrichtung gegen ist. Geht die Einschreibung in der Hochschule über das Studium hinaus, z.B. für die Promovierung, besteht dieser Zugehörigkeitsanspruch nicht mehr. Ebenso bei Langzeitstudenten endet der Befreiungsanspruch mit dem 25. Fachsemester. Die Zugehörigkeit ist durch eine entsprechende Immatrikulationsbescheinigung zu beweisen.

Wenn das Studium die überwiegende Zeit und Arbeitskraft des Studenten beansprucht ist dieser grundsätzlich von der Versicherungspflicht entbunden (SGB V, SGB III).

Als Bewertungsgrenze wurde hier die Regel eingeführt, dass Studenten, die in der Woche nicht mehr als 20 Stunden arbeiten dieses Kriterium erfüllen. Dabei ist die Höhe des Gehaltes nicht ausschlaggebend. Wenn ein Student mehr als 20 Stunden arbeitet erlischt die Versicherungsfreiheit.

Es gibt hier auch ein paar Ausnahmeregelungen.

Wenn Studenten die 20 Stunden in der Woche überschreiten und die Überschreitung hauptsächlich auf Arbeiten abends, nachts oder an Wochenenden zurückzuführen kann in Einzelfällen die Versicherungsfreiheit noch bestehen. Darüber muss der Student allerdings einen Nachweis erbringen. Je mehr die Arbeitszeit die 20 Stunden überschreitet, desto unwahrscheinlicher ist eine Befreiung.

Für den Fall einer Überschreitung der Wochenarbeitsdauer von 20 Stunden während der Semesterferien und anschließender Normalisierung auf 20 Stunden ist die Versicherungsfreiheit weiterhin gegeben auch für die Zeit in den Ferien.

Wenn die Beschäftigung ausschließlich auf die vorlesungsfreie Zeit beschränkt ist besteht ebenfalls die Versicherungsfreiheit.

Arbeitet ein Student während der Vorlesungszeit länger als 20 Stunden in der Woche aber dafür nur für einen Zeitraum von höchstens 2 Monaten betrieben wird ist die Versicherungsfreiheit ebenfalls noch gegeben. Sollte diese Form der Beschäftigung dann doch über die 2 Monate hinaus verlängert werden so besteht ab dem Moment des Bekanntwerdens die Versicherungspflicht.