Dienstleistungen rund um Lohn und Gehalt

Wir erstellen Ihre laufenden Lohn- und Gehaltsabrechnungen

Services revolving around wage and salary

We create your current payroll and salary statements

Geringfügige Beschäftigung / Minijobs

450-Euro-Job

Arbeitnehmer, dessen Gehalt eine Grenze von 450€ nicht übersteigt oder dessen Arbeitsverhältnis nur kurz andauert sind geringfügig beschäftigt. Umgangssprachlich redet man hier von einem Minijob oder einem 450-Euro-Job. Diese Arbeitnehmer sind sozialversicherungsfrei.

Man unterscheidet drei Arten von Minijobs:

  • Geringfügig entlohnte Beschäftigungen
  • Geringfügig entlohnte Beschäftigungen in Privathaushalten
  • Kurzfristige Beschäftigungen (Beschäftigungen, die wegen ihrer geringen temporären Dauer geringfügig sind)

Durch die Einführung des Mindestlohnes zum 01.01.2015 konnte es dazu kommen, dass Arbeitnehmer in Minijobs die 450-Euro-Grenze überschritten und somit versicherungspflichtig wurden. Um dem entgegenzuwirken konnte aber auch die Stundenzahl reduziert werden. Eine weitere Möglichkeit bestand darin das Gehalt zum Teil zu Gunsten einer betrieblichen Altersvorsorge umzuwandeln.

Viele der Arbeitnehmer mit Minijobs müssen nebenbei noch (teilweise) Arbeitslosengeld II beziehen, um den Lebensunterhalt zu sichern, wenn dieser Job die einzige Einnahmequelle ist. Umgangssprachlich werden diese Arbeitnehmer Aufstocker genannt.

Geringverdiener

Unter Geringverdienern versteht man die Arbeitnehmer, die unter besonderen Umständen beschäftigt sind und ein sehr niedriges Gehalt beziehen. Darunter fallen Leute, die ein freiwilliges soziales, ökologisches Jahrabsolvieren sowie alle Beschäftigten, die eine Ausbildung oder ein Praktikum machen und dabei weniger als 325€ pro Monat erhalten. Der Begriff „Geringverdiener“ wird häufig mit einer „geringfügigen Beschäftigung“ verwechselt. Für diese Arbeitnehmer müssen die Sozialversicherungsbeiträge komplett vom Arbeitgeber getragen werden. Bei einmaligen Zahlungen wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld wird muss alles, was die Grenze von 325€ überschritten, bei der Zahlung der Sozialversicherung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen werden. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird dabei ausschließlich vom Arbeitnehmer getragen.

Teilzeitarbeit

Ein Arbeitnehmer gilt als teilzeitbeschäftigt, wenn die abgeleistete Arbeitszeit kürzer ist als die eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers. Generell werden geringfügig Beschäftigte auch der Teilzeitarbeit zugeordnet.

Besondere Regelungen im Bereich der Lohnsteuer oder Sozialversicherungen gibt es für diese Arbeitnehmergruppe nicht.

Unter bestimmten Voraussetzungen haben Arbeitnehmer einen Anspruch darauf, dass die Arbeitszeit reduziert und somit zur Teilzeitarbeit wird. Die Verringerung der Arbeitszeit darf sich nicht negativ auf die Behandlung ihm gegenüber im Vergleich zu anderen Mitarbeitern auswirken.

Die Reduzierung des Gehaltes kann dazu führen, dass bisher Mitglieder der privaten Krankenkasse in einen Bereich kommen, in dem sie Mitglieder einer gesetzlichen Kasse werden müssen. Es kann aber ein Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht hinsichtlich der gesetzlichen Krankenkassen gestellt werden.

Mehrfachbeschäftigung

Arbeitnehmer, die keine Vollzeitstelle haben nehmen vermehrt noch weitere Jobs an. Aber auch Leute mit einem Vollzeitjob nehmen hin und wieder kleine Nebenjobs an, um sich noch etwas dazuzuverdienen. Eine Mehrfachbeschäftigung kann aber nur vorliegen, wenn die Beschäftigungen bei unterschiedlichen Arbeitgebern ausgeführt werden. Zwei Anstellungen bei einem Arbeitgeber gelten also nur als eine Beschäftigung. Bei der Ausübung mehrerer Beschäftigungen gibt es einige Besonderheiten im Sozialversicherungswesen. Durch die Addition der einzelnen Gehälter kann es dazu kommen, dass durch die Gehälter die Beitragsbemessungsgrenze überschritten wird, wodurch Sozialversicherungspflicht besteht. Wird die Grenze überschritten, wenn der zweite Job nur zeitlich begrenzt ist, entfällt die Pflicht.

Wenn die Hauptbeschäftigung versicherungspflichtig ist kann ein 450-Euro-Job sozialversicherungsfrei ausgeübt werden. Jeder weitere Minijob ist dann wiederum sozialversicherungspflichtig, da er der Hauptbeschäftigung hinzugerechnet wird.

Von der Steuerklasse her wird jeder Job, der zur Hauptbeschäftigung ausgeführt wird über die Steuerklasse VI besteuert.