Kündigungsfristen sind gesetzlich geregelt. Abweichungen können durch Tarifverträge oder individuelle Vereinbarungen im Arbeitsvertrag entstehen. Ist im Arbeitsvertrag von gesetzlichen Kündigungsfristen die Rede, sind folgende Fristen einzuhalten:


Gesetzliche Kündigungsfristen für Arbeitnehmer

Betriebszugehörigkeit Kündigungsfrist
bis 6 Monate (Probezeit) 2 Wochen zu jedem beliebigen Tag
ab 7 Monate4 Wochen zum 15. bzw. zum Ende des Kalendermonats

Gesetzliche Kündigungsfristen für Arbeitgeber

Betriebszugehörigkeit Kündigungsfrist
bis 6 Monate (Probezeit) 2 Wochen zu jedem beliebigen Tag
bis 2 Jahre4 Wochen zum 15. bzw. zum Ende des Kalendermonats
2 Jahre 1 Monat zum Ende des Kalendermonats 
5 Jahre 2 Monat zum Ende des Kalendermonats 
8 Jahre 3 Monat zum Ende des Kalendermonats 
10 Jahre 4 Monat zum Ende des Kalendermonats 
12 Jahre 5 Monat zum Ende des Kalendermonats 
15 Jahre 6 Monat zum Ende des Kalendermonats 
20 Jahre 7 Monat zum Ende des Kalendermonats

Quelle: § 622 Abs. 2 BGB

Verkürzte Kündigungszeiten

Die Kürzung der Kündigungsfristen zu Ungunsten des Arbeitnehmers ist unzulässig. Allerdings gibt es Ausnahmen. Bei Aushilfen, die bis zu 3 Monate beschäftigt werden bzw. in Kleinbetrieben mit bis zu 20 Mitarbeitern, besteht die Möglichkeit einzelvertraglich eine kürzere Kündigungsfrist zu vereinbaren. Allerdings dürfen auch hier 4 Wochen nicht unterschritten werden.


Sonderregelungen

Gesetzliche Sonderregelungen gelten für Schwerbehinderte, für Arbeitnehmer im Mutterschutz/Elternzeit und innerhalb eines Insolvenzverfahrens.